Vielleicht habt ihr schonmal vom „Kobayshi Maru”-Manöver gehört.
Das ist (Wiki https://de.wikipedia.org/wiki/Kobayashi-Maru-Test) ursprünglich aus dem Film „Star Trek II: Der Zorn des Khan“ von 1982 (Wiki https://de.wikipedia.org/wiki/Star_Trek_II:_Der_Zorn_des_Khan, Amazon https://www.amazon.de/gp/video/detail/amzn1.dv.gti.62b31854-9bd3-e2fd-36c7-95968ae74a0c).
Der Kobayashi-Maru-Test ist ein Übungsszenario im Star-Trek-Universum, welches NICHT zu bestehen ist. Es soll die Charakterstärke der Kadetten an der Sternenflottenakademie in einem No-Win-Szenario getestet werden. Das Ziel der Übung ist es, das zivile Raumschiff Kobayashi Maru in einer simulierten Schlacht vor den feindlichen Klingonen zu retten. Das beschädigte Schiff befindet sich in der klingonischen neutralen Zone, und jedes Schiff der Sternenflotte, das in die Zone eintritt, würde einen interstellaren Vorfall verursachen. Die getestete Kadett muss entscheiden, ob er entgegen der Sternenflottendirektive in die neutrale Zone eindringt und die Rettung der Besatzung versuchen will und dadurch das eigene Schiff gefährdet, oder ob er die Kobayashi Maru ihrer sicheren Zerstörung überlässt. Wenn der kommandoführende Kadett sich für eine Rettung entscheidet, soll die Simulation dafür sorgen, dass das Schiff des Kadetten unter Verlust aller Besatzungsmitglieder zerstört wird. Hier ist die Szene auf „Star Trek — Kobayashi Maru“ https://www.youtube.com/watch?v=IjW8XkqIwzQ von „Frustrated Idealist“ (man kann Untertitel anzeigen und von Englisch nach Deutsch übersetzen lassen).
Das Szenario wird niemals von den Kadetten bestanden. Sie wissen vorher aber nicht, dass es ein No-Win-Szenario ist – hier schafft es Lieutenant Saavik auch nicht. Nur EIN Mensch hat das Kobayashi-Maru-Szenario jemals bestanden – der berühmte Captain Kirk (Wiki en. https://en.wikipedia.org/wiki/James_T._Kirk), indem er nämlich …
einen kreativen Weg gefunden hat. Er hat die „Simulation umprogrammiert, sodass eine Rettung des Schiffs möglich war“ – das ist im Prinzip die rätselhafte Kreativität, von welcher David Deutsch immer redet (mein Blog https://hannosteinerdenkt.de/kreativitaet/ & https://hannosteinerdenkt.de/wie-lerne-ich-was-epistemologie/). Gegner dieser Philosophie sagen natürlich gleich: „Er hat geschummelt.“
Das ist insofern sehr interessant, weil in einem Tweet https://x.com/White_Rabbit_OG/status/2036495245005721968 von Sabine Hossenfelder retweetet, etwas SEHR ähnliches vorkommt. In dem berühmten Weichenstellerfall (Wiki https://de.wikipedia.org/wiki/Trolley-Problem) rast ein Zug auf fünf Menschen zu, die auf dem Gleis gefesselt sind. Du kannst eine Weiche umstellen, sodass der Zug auf ein anderes Gleis fährt. Dort steht jedoch eine einzelne Person, die dann sterben würde. Natürlich ist die Frage bei Philosophen, was man tun sollte. Aber nach dem Tweet …
kann man die Weiche – ingenieursmäßig schnell – umstellen, während er über die Weiche fährt, so dass der Zug immer umfällt und die Menschen (hier: Kaninchen) auf den Gleisen nicht getroffen werden.
2 Antworten
Nur gut, wenn im Zug keine Menschen sind…