Verteidigung des Sozialismus

So, hier ist das Video von Brett Hall “Die beste Verteidigung des Sozialismus“ (engl. “The best defense of socialism”)  https://www.youtube.com/watch?v=svXLkLzDwTA (In der Videobeschreibung auf YouTube sagt er: „In den ersten 7 Minuten und 6 Sekunden vertrete ich stahlharten Sozialismus … in den folgenden 45 Minuten widerlege ich alles, was ich über das Gute am Sozialismus gesagt habe.“)

Das beschreibt, für mich, sehr gut den Spruch: „Wer mit 20 nicht links ist, hat kein Herz. Wer mit 40 kein Kapitalist ist, hat keinen Verstand.“

Also erstmal das „Mitgefühl“. Er sagt erst: „Es ist klar, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der wir größtenteils soziale Wesen sind. Wir möchten deshalb sicherstellen, dass die Menschen um uns herum nicht unnötig leiden.“. Aber dann: „Wer kann dem widersprechen? … Es ist ein seltsamer Impuls zu denken, dass einem das Leid anderer egal ist, wenn man den Sozialismus nicht befürwortet … Aber vielleicht haben sie [die Kapitalisten] die Logik der Situation durchdacht. Das ist es, was ich heute versuchen und tun möchte“. Die Stelle in dem Video https://www.youtube.com/watch?v=svXLkLzDwTA ist bei 7:06-8:58 / 53:41 (man kann wieder automatisch erzeugte Untertitel anzeigen lassen und von Englisch nach Deutsch übersetzen)

Genau das, dass automatisch immer gedacht wird: “einem ist das Leid anderer egal, wenn man den Sozialismus nicht befürwortet“, ist das Grundproblem bei sehr vielen „sozialen“ Menschen. Sie unterstellen immer stillschweigend und indirekt (ohne dass es ihnen selber richtig klar ist), dass Leute, die dem Sozialismus widersprechen ja nicht „sozial“ sind.

Die zweite Zentrale ist das „Sicherheitsnetz“. Wieder sagt Brett Hall erst, was jeder „moralische“ Mensch denkt, wenn er jung ist: „…und für diejenigen, die keine Arbeit haben oder keine Arbeit finden können. Dann müssen sie eine Art Mindestsozialhilfe erhalten. Sie müssen die Freiheit haben, auszugehen und das Nötigste einzukaufen.“ In meinem Videoschnappschuss (im „grünen“, d.h. farblichen, Bild) sagt er dann aber: „…Man kann nicht zu jemandem gehen und fragen, ob er fünf Dollar pro Stunde für die Reinigung seines Hauses zahlen würde. Das dürfen Sie nicht tun, weil es einen Mindestlohn gibt, den man Reinigungskräften zahlen muss. Sie sind keine sehr wohlhabende Person und können sich den Mindestlohn nicht leisten. Nehmen wir an, der Mindestlohn für einen Hausreiniger beträgt zwölf Dollar pro Stunde, aber Sie können nicht zwölf Dollar pro Stunde bezahlen, also was machen Sie? Sie putzen ihr eigenes Haus. Okay, und so verschwenden Sie ihre Zeit damit, Ihr eigenes Haus zu putzen, wenn Sie etwas Besseres machen könnten.“ (in dem Video https://www.youtube.com/watch?v=svXLkLzDwTA bei 16:27-17:18 & 31:29-34:25 / 53:41).

Also schaut mal das ganze Video https://www.youtube.com/watch?v=svXLkLzDwTA an, da wird jeder Grundgedanke vom „naiven Sozialismus“ widerlegt. Natürlich braucht man schon „Polizei, Gericht und Militär“ – das Zentrale beim Kapitalismus ist „Individuum + (bestimme) Institutionen“. Er erklärt sogar “Der Sozialismus ist nicht mitfühlend – er ist das Gegenteil von mitfühlend.“ (engl. „Socialism is not compassionate – it is the opposite of compassionate.”).

Naval Ravikant schlägt in dieselbe Kerbe, in dem (für mich genialen) Joe-Rogan-Interview von 2019 https://www.youtube.com/watch?v=3qHkcs3kG44 (bei 40:44-45:16 / 2:11:56, übersetzen geht wieder mit „Einstellungen“ beim YouTube-Video und dann bei „Untertitel“ auf „Automatisch übersetzen“ nach „Deutsch“).

Also, wie stehe ich dazu? Ich denke, im Großen und Ganzen haben Brett Hall und Naval Ravikant schon recht, aber: in meiner persönlichen Situation habe ich erlebt, dass das Sozialsystem in Deutschland (was ja eher etwas sozialer ist) für mich perfekt funktioniert hat. Natürlich denke ich auch, es war teilweise sogar etwas ZU gut für mich und ich hatte Sandra, die sich perfekt durch den ganzen Bürokratiekram geschlängelt hat. Jedenfalls danke ich Euch allen!!

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